Erfolg für die freie professionelle Musikszene in Niedersachsen: Zusätzliche 200.000 Euro über die politische Liste

Hannover, 06.03.26 – Die freie professionelle Musikszene in Niedersachsen kann einen wichtigen kulturpolitischen Erfolg verbuchen: Im Jahr 2026 werden zusätzliche 200.000 Euro aus der politischen Liste in die Landesförderung für die freie professionelle Szene fließen.

Die freie professionelle Musikszene hält Niedersachsen lebendig – in Clubs und Kirchen,Konzertsälen und Schulen, auf Open-Air-Bühnen und Festivals im ganzen Land. Dank jahrelanger intensiver Vernetzung, gemeinsamer Positionierung und kontinuierlicher Gespräche ist es nun gelungen, Politik und Ministerium von der Relevanz dieser Szene zu überzeugen. Dazu Arne Pünter, kulturpolitischer Sprecher der LAG Jazz Niedersachsen: „Es ist wichtig, dass wir freiberufliche Musiker:innen uns zusammengetan haben. Die freie professionelle Musikszene in Niedersachsen muss sichtbarer werden.“ Die zusätzlichen Mittel sind ein wichtiges Signal des Landtags – sie können jedoch nur ein erster Schritt sein. Für die kommenden Haushaltsverhandlungen kommt es entscheidend darauf an, die strukturelle Stärkung der freien professionellen Szene langfristig abzusichern.

Bereits 2028 wird zum zweiten Mal die dringend benötigte mehrjährige Förderung ausgeschrieben. Dieses moderne Förderinstrument ist insbesondere für freie Ensembles und Festivals existenziell. Seine Wirkung bleibt jedoch begrenzt, wenn zu wenige Mittel bereitgestellt werden – wie die erste Förderrunde 2025 gezeigt hat. Dazu Maria Pache, Vorsitzende des Landesverbands der Freien Klassik-Szene Niedersachsen e.V.: „Jeder Euro, der in längerfristige, strukturelle Förderung fließt kommt mehrfach in Form von Drittmitteln und Publikumsgewinnung zurück. Dieser Hebel funktioniert für Ensembles, Festivals und Veranstalter:innen gleichermaßen und kann auf Landesebene besonders effektiv wirken. Niedersachsen sollte seine Chance nutzen. “

Für den Haushalt 2028 ist daher eine substanzielle Aufstockung des Fördertopfes erforderlich – mit der Perspektive, diese Mittel auch in den Folgejahren zu verstetigen. Nur so kann das Land längerfristige Förderzusagen machen und Planungssicherheit gewährleisten. Die Verbände setzen den konstruktiven Dialog mit Politik und Ministerium fort, um eine langfristige und bedarfsgerechte Förderung zu sichern.

Dazu Lena Krause, Geschäftsführerin von FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e.V.: „Die freien Ensembles und Orchester sind wichtige Ankerpunkte für das Musikleben in Niedersachsen. Wer kulturelle Strahlkraft, Innovation und regionale Entwicklung will, muss die mehrjährige Förderung langfristig absichern und angemessen ausstatten. Die zusätzlichen Mittel über die politische Liste sind ein wichtiges erstes Signal – in den kommenden Jahren braucht es Verlässlichkeit durch eine Verstetigung der Mittel.“