
Seit zehn Jahren setzt sich FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e.V. dafür ein, die Perspektiven freier Ensembles und Orchester sichtbar zu machen, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern und ihre gemeinsame Stimme im kulturpolitischen Raum zu stärken. Was 2016 aus einer Initiative engagierter Akteur:innen entstanden ist, ist heute ein bundesweites Netzwerk mit über 50 Mitgliedern – getragen von dem Anspruch, die freie Ensemble- und Orchesterszene strukturell zu stärken und solidarisch weiterzuentwickeln.
Unser Jubiläum möchten wir gemeinsam mit euch zum Anlass nehmen, innezuhalten, zurückzublicken und vor allem nach vorn zu schauen. Ausgehend von euren und unseren Erfahrungen, wollen wir uns gemeinsam zentralen Fragen von Netzwerkarbeit, kulturpolitischer Interessenvertretung und Solidarität in der freien Musik- und Kulturszene widmen. Denn im Kern steht eine Herausforderung: Wie gelingt es uns, gemeinsam kulturpolitisch wirksam zu werden und nachhaltig Veränderungen zu erreichen?
In einer Zeit, die von politischen Verschiebungen, gesellschaftlicher Polarisierung und zunehmendem Druck auf kulturelle Infrastrukturen geprägt ist, stellen sich grundlegende Fragen neu: Wie können freie Ensembles und Orchester langfristig handlungsfähig bleiben? Welche Formen der Zusammenarbeit brauchen wir, um unsere künstlerische Arbeit, unsere Strukturen und unsere Interessen nachhaltig zu sichern? Und wie gelingt es uns, als vielfältige Akteur:innen gemeinsam wirksam zu werden?
Mit FREO VERNETZT schaffen wir einen Raum, in dem wir diesen Fragen gemeinsam nachgehen wollen – im Austausch zwischen Musiker:innen, Netzwerkpartner:innen und Entscheidungsträger:innen. Die Veranstaltung ist bewusst als kollektiver Arbeitsraum angelegt: für Dialog, Wissenstransfer und die Entwicklung gemeinsamer Perspektiven.
Wir verstehen FREO als ein Netzwerk, das auf Solidarität, gegenseitigem Lernen und gemeinsamer Verantwortung basiert. Gerade unter den Bedingungen einer zunehmend prekären und komplexen Arbeitsrealität ist solidarisches Handeln kein Ideal, sondern eine zentrale Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit – für jede:n Einzelne:n, für die freien Ensembles und Orchester und unsere Musikszene als Ganzes.
10:30 – 11:00 Ankommen & Akkreditierung
11:00 – 11:15 Begrüßung
11:15 – 12:30 Podium: 10 Jahre FREO – Stimmen, Brüche, Visionen
12:30-13:30 Mittagspause
13:30 – 14:00 TED-Impuls: Mehr als Förderung – politische Rahmenbedingungen verstehen
Referentin: Lydia Grün, Präsidentin Deutscher Musikrat und Präsidentin der Hochschule für Musik und Theater München
14:00-15:45 Schlaglicht-Runden
15:45-16:15 Kaffeepause
16:15-17:15 Generationengespräch Kooperation statt Konkurrenz
17:30 – 18:45 Politisches Panel: „Zwischen Wettbewerb und Wir-Gefühl – Solidarität als politische Überlebensstrategie“
Impuls: Dominique Mayr – Vorstand FREO e.V.
Christian Fausch, Vorsitzender FREO e. V.
Antje Valentin, Generalsekretärin des Deutschen Musikrats
Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats
Dr. Konrad Schmidt-Werthern, Amtschef des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) (angefragt)
18:45 – 22:00 10 Jahre FREO – Relaunch Website und Get together
10:00 – 10:30 Begrüßung + Erläuterung zur Zukunftswerkstatt
10:30 – 12:00 Zukunftswerkstatt 2036 – Teil 1
12:00 – 13:00 Mittagessen
13:00 – 15:00 Zukunftswerkstatt 2036 – Teil 2
15:00-15:30 Abschlussrunde
16:00 Ende der Veranstaltung
WANN: 15. und 16. Juni
WO: bUm Berlin – Paul-Lincke-Ufer 21, 10999 Berlin
WER: Veranstaltet von FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e.V. (FREO)
Teilnahmegebühr: 20 € (Unkostenbeitrag für Konferenzverpflegung (vegan), Reise & Unterkunft bitte selbst organisieren).
Kinderbetreuung
In Kooperation mit Music Family Hub bieten wir eine kostenfreie Kinderbetreuung (bis 12 Jahre) an. Eine Anmeldung dazu ist bis zum 13.05.2026 möglich. Bitte sende dazu eine Mail an info@freo-netzwerk.de
FREO VERNETZT ist eine Veranstaltung von FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e.V., gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL).