Finanzierung & Förderung

Freie Ensembles und Orchester arbeiten in langfristigen, professionellen Strukturen - aber oft ohne eine stabile finanzielle Basis. Ihre Finanzierung hängt vor allen an Gagen, öffentlicher und privater Förderung und Ticketverkäufen. Förderung bleibt dabei meist punktuell, überwiegend in Form von Projektförderung für einzelne künstlerische und zeitlich abgegrenzte Vorhaben. Diese Förderpraxis deckt die Finanzierung von Struktur- und Personalkosten kaum ab und führt dazu, dass viele administrative Aufgaben unentgeltlich von Musiker:innen übernommen werden. Gleichzeitig verbauen Zuwendungs-, Haushalts- und Gesellschaftsrecht den freien Klangkörper eine vorausschauende Unternehmensführung, indem beispielsweise die Bildung von Rücklagen verboten ist.

Wofür setzt sich FREO ein

Wir engagieren uns bundesweit für zukunftsfähige Förderbedingungen, den Erhalt und die Weiterentwicklung der Kulturhaushalte und eine Weiterentwicklung der Förderarchitektur für freie Ensembles und Orchester hin zu einem 3-Säulen-Modell aus Projekt-, Struktur- und institutioneller Förderung. Wir kämpfen für langfristige und verlässliche Fördermodelle, die künstlerische Produktion sowie Strukturen, Prozesse, Management und Probenarbeit abbilden. Wir arbeiten an der Vereinfachung von Förderverfahren im Sinne eines modernen Zuwendungs- und Haushaltsrechts.

Unsere Forderungen

  • Etablierung von Strukturförderprogrammen in allen 16 Bundesländern, orientiert an existierenden Modellen in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bremen

  • Einführung eines einheitlichen und allgemein anerkannten Verwendungsnachweises

  • Flexibilisierung der zeitlichen Mittelverwendung mit längeren Mittelverwendungszeiträumen

  • Festbetragsfinanzierung bei Fördersummen bis zu einer Höhe von 500.000 Euro

  • Regelmäßige Anpassung von Bundes- und Landesreisekostengesetzen

  • Verbindliche Fristen und faire Regelungen in Prüfprozessen für beide Seiten (Bagatellgrenzen)

  • Streichung des Verbots der Rücklagenbildung in den AN-Best-I und AN-Best-P

hier wäre die gute Bildbeschreibung

Am 10.10.2023 fand in der Urania Berlin die erste FREO-Fachtagung statt. Unter dem Titel „Vom Projekt zum Prozess: Wie gelingt mehr Strukturförderung für freie Klangkörper?“ setzen sich rund 80 Teilnehmer:innen aus Ensembles, Fördergeber:innen und Verwaltung mit dieser Frage auseinander.

Workshop-Dokumentation

In verschiedenen Workshops diskutierten die Teilnehmenden Möglichkeiten und Herausforderungen von struktureller Förderung.

Teilnehmende diskutieren ihre Ansichten auf Förderung

Vertreter:innen von freien Ensembles und Orchester und Mitarbeiter:innen aus Verwaltung kamen auf Augenhöhe zusammen.

Dominique Mayr dokumentiert die Aussagen während des Workshops

Vertreter:innen von FREO gaben Einblicke in ihre Arbeit und tauschten Erfahrungswerte aus.

Am 10.10.2023 fand in der Urania Berlin die erste FREO-Fachtagung statt. Unter dem Titel „Vom Projekt zum Prozess: Wie gelingt mehr Strukturförderung für freie Klangkörper?“ setzen sich rund 80 Teilnehmer:innen aus Ensembles, Fördergeber:innen und Verwaltung mit dieser Frage auseinander.

In verschiedenen Workshops diskutierten die Teilnehmenden Möglichkeiten und Herausforderungen von struktureller Förderung.

Vertreter:innen von freien Ensembles und Orchester und Mitarbeiter:innen aus Verwaltung kamen auf Augenhöhe zusammen.

Vertreter:innen von FREO gaben Einblicke in ihre Arbeit und tauschten Erfahrungswerte aus.

Warum ist das für die freie Musikszene relevant

Freie Ensembles und Orchester sind ein wesentlicher Innovationstreiber. Sie arbeiten inhaltlich am und mit dem Puls der Zeit, setzen neue künstlerische Schwerpunkte und erproben neue Formate. Sie geben vielfältigen Perspektiven in der Musiklandschaft eine Plattform und stehen als Modellorganisationen für neue Formen der Zusammenarbeit - geprägt von Agilität, Basisdemokratie und Shared Leadership.

Dennoch stehen sie aufgrund des vorherrschenden Modells der Projektförderung und sinkender Kulturhaushalte unter hohem finanziellen Druck: fehlende Planungssicherheit, prekäre Einkommenssituation und mangelnde strukturelle Absicherung zählen zu ihren größten Herausforderungen.

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