FREO e.V. erhebt die Stimme der freien
Ensembles und Orchester – im Austausch
nach innen und im Dialog nach außen.

Freie Ensembles und Orchester sind längst tonangebend als Klangkörper von herausragender Qualität, spezifischem Profil und großer Reichweite, als Innovationsmotoren auf dem Musikmarkt, in der Verankerung ihrer Angebote in der heutigen Gesellschaft, als internationale Kulturbotschafter und als modellhafte Organisationen.


ABER


Kulturpolitik, Förderpolitik und rechtliche Rahmenbedingungen für Klangkörper orientieren sich an Organisationsmodellen, Berufsbildern und Bedarfen, welche die Realität von freier Produktion und Arbeit kaum abbilden. Und zu wenige wissen davon.

PULSE
PULSE
Stegreif
Stegreif
Non-Piano Ensemble
Non-Piano Ensemble

Rolle von FREO in der Freien Musikszene

FREO ist das Netzwerk und die Interessenvertretung freier Ensembles und Orchester. Wir bringen die vielfältigen Perspektiven dieser Szene zusammen, teilen Wissen und unterstützen bei organisatorischen und strukturellen Fragen. Wir machen die kreativen, organisatorischen und gesellschaftlichen Leistungen freier Klangkörper sichtbar.


Wir hören zu, wir koordinieren, wir verbinden und wir vertreten die Anliegen freier Klangkörper dort, wo politische und förderpolitische Entscheidungen getroffen werden.


Unser Engagement lebt vom engen Austausch. So schaffen wir einen solidarischen Ort, an dem freie Klangkörper Unterstützung finden – und an dem Politik, Verwaltung und Fachwelt nachvollziehen können, wie diese Szene arbeitet, was sie braucht und welchen Beitrag sie zur kulturellen Vielfalt in Deutschland leistet.

Politischer Anspruch & Arbeitsweise

Wir bringen die Perspektiven freier Ensembles, Orchester und selbstständiger Musiker:innen dort ein, wo Politik gestaltet wird – sachkundig, konstruktiv und hartnäckig. Denn die rechtlichen Rahmenbedingungen und Förderlogiken unserer Zeit bilden die Realität von freien Ensembles und Orchestern und Selbstständigkeit noch immer unzureichend ab.


Wir entwickeln Empfehlungen, verhandeln Standards, beraten Politik und Verwaltung und engagieren uns für nachhaltige, faire und zukunftsfähige Rahmenbedingungen. Unsere Arbeitsweise ist dialogorientiert, datenbasiert und praxisnah: Wir hören unseren Mitgliedern zu, bündeln ihre Anliegen und tragen sie dort vor, wo Veränderung möglich wird.

Ensemblekollektiv COI:N:IECT
Ensemblekollektiv COI:N:IECT
Wer wir sind und wo wir uns einbringen

Vorstand, Geschäftsstelle & Arbeitskreise

Christian Fausch
Christian Fausch
Ensemble Modern
Vorstandsvorsitzender
Sarah Heemann
Sarah Heemann
electronic ID
Stellvertretende Vorstandsvorsitzende
Volker Hormann
Volker Hormann
Solistenensemble Kaleidoskop
Vorstandsmitglied
Dominique Mayr
Dominique Mayr
Klangforum Heidelberg
Vorstandsmitglied
Christina Gießmann
Christina Gießmann
ensemble mosaik
Vorstandsmitglied
Lena Krause
Lena Krause
Geschäftsführerin
Sebastian Haas
Sebastian Haas
Leitung Geschäftsstelle & Kommunikation / Projektkoordination PERSPEKTIVEN 2026
Arbeitskreis Diversität

Im AK Diversität setzen sich FREO Mitglieder mit Strategien und Maßnahmen für die Diversifizierung unserer Musiklandschaft auseinander - Blick auf die freien Klangkörper, das Publikum, das Programm oder auch das eigene Team.

Arbeitskreis Förderung

Im AK Förderung diskutieren und erarbeiten FREO Mitglieder zentrale Fragestellung zur Weiterentwicklung der Förderlandschaft, Entbürokratisierung und notwendigen Anpassungen im Zuwendungsrecht.

Christian Fausch

Christian Fausch

Ensemble Modern
Vorstandsvorsitzender

Christian Fausch absolvierte ein Musikstudium mit Hauptfach Violoncello und schloss dieses an der Musik-Akademie der Stadt Basel mit dem Konzertreifediplom in der Klasse von Antonio Menses ab. Anschließend bildete er sich an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien zum Kulturmanager aus. In den Jahren 2000 bis 2004 war er bei den Münchner Philharmonikern tätig, arbeitete dort anfänglich im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und wurde anschließend Projektleiter und Assistent des Intendanten. Im Jahr 2005 übernahm er die künstlerische Leitung und Geschäftsführung beim Collegium Novum Zürich. Als Gastdozent war er an verschiedenen Musikhochschulen tätig und hat sich darüber hinaus u.a. als Stiftungsrat der Fondation Nestlé pour l’Art und als Hochschulrat der Musikhochschule Lübeck intensiv mit Fragen einer spartenübergreifenden Kunstvermittlung sowie der Förderung junger Menschen beschäftigt. Von 2012 bis 2019 war Christian Fausch Geschäftsführer der Jungen Deutschen Philharmonie. Seit 2016 ist er als Künstlerischer Manager und Geschäftsführer der Ensemble Modern GbR sowie Geschäftsführer des Deutsche Ensemble Akademie e.V. tätig. In diesem Zusammenhang ist er zudem als Vorstandsmitglied im Internationale Ensemble Modern e.V. und im Frankfurt LAB e.V. Außerdem ist er seit 2022 Mitglied im Vorstand von FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e.V., seit Juni 2024 als dessen Vorstandsvorsitzender.

Sarah Heemann

Sarah Heemann

electronic ID
Stellvertretende Vorstandsvorsitzende

Sarah Heemann ist stellvertretende Vorsitzende von “FREO - Freie Orchester und Ensembles in Deutschland e.V”. Sie arbeitet als Flötistin im Bereich experimentelle Neue Musik und Performance. Über 20 Jahre Erfahrung als Interpretin zeitgenössischer und experimenteller Musik begleiteten ihre klassische Ausbildung an verschiedenen deutschen Hochschulen, bis zur Gründung des eigenen Ensembles für intermediale Musik, “electronic ID” im Jahr 2014.

Sie war Mitglied des Philharmonischen Orchesters Freiburg und den Duisburger Philharmonikern arbeitet seitdem als freie Orchestermusikerin, Performerin in diversen Formationen und als Mitglied der Künstlerischen Leitung bei “electronic ID”.

Volker Hormann

Volker Hormann

Solistenensemble Kaleidoskop
Vorstandsmitglied

Volker Hormann

studierte Violoncello unter anderem in Hannover. Seit 2008 hat er als Ensemblemanager, Geschäftsführer und 2018 – 2025 als Teil der künstlerischen Leitung die Entwicklung und Ausrichtung des Solistenensemble Kaleidoskop mitgeprägt.

Unter seiner Mitwirkung entwickelte sich das Ensemble mit seinem interdisziplinären, genreübergreifenden Ansatz und der kontinuierlichen Entwicklung innovativer Formate zu einem international gefragten Impulsgeber für Musik und Musiktheater.

Dominique Mayr

Dominique Mayr

Klangforum Heidelberg
Vorstandsmitglied

Dominique Mayr studierte Musik mit dem Hauptfach klassisches Schlagzeug sowie Medien & Musik Management an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Während des Studiums arbeitete er vier Jahre für NDR Kultur in Hamburg und war im Bereich des Veranstaltungsmanagements seit 2005 selbstständig tätig. Sein anschließendes Volontariat absolvierte er im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und organisierte wichtige Veranstaltungsformate wie den Praetorius Musikpreis 2012. Im Anschluss arbeitete er als Projektmanager der AutoVision GmbH im Auftrag von Volkswagen in Wolfsburg und entwickelte den Auftritt für den Automobilhersteller auf der IdeenExpo 2013. Seit Oktober 2013 ist Dominique Mayr Geschäftsführer des KlangForum Heidelberg. Zusätzlich sitzt er seit 2019 im Beirat der Betriebswerk GmbH & Co.KG und entwickelt hier ein Bauprojekt von rund 15.000qm für die Kultur und Wirtschaft am Standort Heidelberg mit.

Mitglied im Vorstand seit 2024

Christina Gießmann

Christina Gießmann

ensemble mosaik
Vorstandsmitglied

Christina Gießmann ist seit 2023 Managerin des ensemble mosaik und verfügt über umfangreiche Erfahrung in Produktions- und Finanzmanagement, Festivalkoordination und Projektleitung. Sie arbeitete zunächst in der öffentlichen Verwaltung und bei Rundfunkproduktionen und absolvierte ein Studium der Kulturwissenschaften sowie ein Aufbaustudium im Kulturmanagement.

Seitdem betreut sie Künstler:innen, Produktionen, Konzertreihen und Festivals und arbeitete bereits mit Ensembles wie Solistenensemble Kaleidoskop, Ensemble unitedberlin, Trickster Orchestra und Ensemble Garage; sowie in der initiative neue musik berlin. Ihre Expertise umfasst Künstler:innenbetreuung, Fördermittelakquise, Antragswesen, Produktionskoordination, Vertragswesen, Controlling sowie die Schnittstelle zwischen Künstler:innen, Förderinstitutionen, Spielstätten und Öffentlichkeitsarbeit.

Neben ihrer Tätigkeit im Kulturmanagement schreibt sie gerne und sie unterrichtet Yoga.

Lena Krause

Lena Krause

Geschäftsführerin

Lena Krause studierte Musiktheaterwissenschaften an der Universität Bayreuth und Theater- und Orchestermanagement an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Berufliche Stationen führten Sie als Geschäftsführerin an das Atelier Neue Musik (Universität der Künste Bremen), als Managerin zum ensemble mosaik in Berlin und als Produktionsmanagerin zu den Darmstädter Ferienkursen. Seit der Gründung des FREO e.V. ist sie dessen Geschäftsführerin. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen die förderpolitischen, organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, unter denen freie Klangkörper und selbstständige Musiker:innen arbeiten. Sie setzt sich für die Verbesserung der sozialen Lage und Einkommenssituation von selbstständigen Musiker:innen sowie für die rechtssichere Ausgestaltung von selbstständiger Tätigkeit ein. Seit 2021 gehört sie dem Präsidium des Deutschen Musikrats an. Sie ist ordentliches Mitglied im Beirat der Künstlersozialkasse (Versicherte Musik). Von 2017 – 2023 war sie Sprecherin der Allianz der Freien Künste, einem spartenübergreifenden Bündnis aus 20 Bundesverbänden.

Sebastian Haas

Sebastian Haas

Leitung Geschäftsstelle & Kommunikation / Projektkoordination PERSPEKTIVEN 2026

Sebastian Haas verbindet musikalische Praxis, Hochschullehre und kulturpolitisches Engagement. Seit 2025 ist er bei FREO – Freie Ensembles und Orchester in Deutschland tätig, seit Januar 2026 als Leiter der Geschäftsstelle und Kommunikation. Zuvor arbeitete er als parlamentarisch-wissenschaftlicher Berater für Kultur im Sächsischen Landtag und war geschäftsführender Vorstand von unisono. Als Musiker und Dozent für Trompete und Bigband-Leitung kennt er die Perspektiven von Ausbildung, Berufspraxis und Interessenvertretung aus eigener Erfahrung.

Gremien, Netzwerke & Allianzen

FREO arbeitet als Schnittstelle zwischen freien Ensembles und Orchestern, Förderinstitutionen sowie kulturpolitischen Entscheidungsstrukturen. Unsere Arbeit lebt von enger Vernetzung und fachlichem Austausch. Gemeinsam mit Partnern aus der freien Szene und angrenzenden Kultursparten bündeln wir Expertise, entwickeln Positionen und bringen diese in relevante Dialogformate, Gremien und politische Beiräte ein. Dazu gehören kulturpolitische Gespräche, gemeinsame Stellungnahmen, fachliche Arbeitsformate sowie Wissenstransfer über Studien, Workshops und Best-Practice-Austausch:

Präsidium und Strategiekommission (Lena Krause)
Bundesfachausschuss Arbeit und Soziales (Lena Krause)
Bundesfachausschuss Bildung (Sebastian Haas)
Projektbeirat Musikinformationszentrum (Lena Krause)
AG Faire Vergütung Konzerte & Lehre (Sebastian Haas)
Fachausschuss Arbeit und Soziales (Lena Krause)
Fachausschuss Bildung (Sebastian Haas)
Beirat Künstlersozialkasse, Versicherte Bereich Musik (Lena Krause)
Allianz der Freien Künste (Sebastian Haas)
Geschichte & Entwicklung

Gründung & Meilensteine

Unsere Entstehung geht auf eine genreübergreifende Arbeitsgemeinschaft von freien Ensembles und Orchestern zurück, die sich mit dem Ziel einer stärkeren Vernetzung und der Vertretung gemeinsamer Anliegen bereits 2013 zum ersten Mal traf. Aus dieser Arbeitsgemeinschaft heraus gründete sich 2016 der Verein Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e.V. – kurz FREO. Zu den Gründungsmitgliedern zählen das Ensemble Modern, Freiburger Barock­orchester, Mahler Chamber Orchestra, Ensemble Resonanz, Ensemble Musik­fabrik, Kammerakademie Potsdam, Solisten­ensemble Kaleidoskop, ensemble mosaik und ensemble recherche.


Heute vereint FREO über 50 freie Ensembles und Orchester in seinen Reihen - kleine und große, Newcomer und Etablierte, Ensemble für zeitgenössische Musik, Alte Musik, Jazz, Vokalensembles, transtraditionelle Ensembles und Kammerorchester.

Vertreter:innen von freien Ensembles informieren sich über den neu gegründeten FREO e.V.
2016

2016

FREO - Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e.V. gründet sich am 16. Juni 2016 in Köln. Noch im gleichen Jahr findet ebenfalls in Köln ein Info-Treffen für Interessierte statt. Das Gründungsjahr ist geprägt vom Aufbau des Vereins, seiner Kommunikationskanäle und der Formulierung erster zentraler Anliegen. Dem ersten Vorstand gehören an: Michael Adick - Mahler Chamber Orchestra (Vorsitzender), Hans-Georg Kaiser - Freiburger Barockorchester (stellvertretender Vorsitzender),Tobias Rempe - Ensemble Resonanz und Tanja Ratzke - Ensemble Recherche.


Lena Krause und Stephan Behrmann (Sprecher:innen der Allianz der Freien Künste) beim Radio-Interview
2017

2017

FREO engagiert sich zeitgleich zu seiner eigenen Gründung bereits in der Initiative Allianz der Freien Künste, einem spartenübergreifenden Zusammenschluss von Bundesverbänden der Freien Künste. Die Allianz der Freien Künste geht 2017 mit ihren Forderungen im Bereich Sozialpolitik an die Öffentlichkeit und setzt sich seitdem für bedarfsgerechte und faire Lösungen für eine gute soziale Absicherung soloselbstständiger Künstler:innen ein. Lena Krause wird eine der beiden Sprecher:innen der Allianz der Freien Künste. Der Vorstand von FREO verändert sich: Andreas Bräunig (Freiburger Barockorchester) wird nach Rückzug von Hans-Georg Kaiser in den Vorstand gewählt. 


Tobias Rempe (Ensemble Resonanz) informiert das Publikum beim Kick-Off im Silent Green Kulturquartier über die Ziele des FREO e.V.
2018

2018

Am 28. Juni 2018 geht FREO mit einer Kick-Off Veranstaltung im silent Green Kulturquartier erstmals an die Öffentlichkeit und präsentiert die Motivation hinter der Gründung und seine politischen Ziele. Die Grußworte hält Eugen Müller, damals geschäftsführender Vorstand der Aventis Foundation. FREO wird im Aufbau von der Alfred Toepfer Stiftung und der Aventis Foundation unterstützt. Die Mitgliederzahl verdoppelt sich auf 18 freie Ensembles und Orchester. Der Vorstand wird neu gewählt: Tobias Rempe - Ensemble Resonanz (Vorsitzender), Tanja Ratze - Ensemble Recherche (2. Vorsitzende), Andreas Bräunig - Freiburger Barockorchester, Alexander Hollensteiner - Kammerakademie Potsdam.

Lena Krause im Fachgespräch mit der DIE LINKE im Bundestag
2019

2019

FREO stellt zum 1. Januar 2019 Lena Krause als Geschäftsführerin ein. Mit der Studie “Die Deutsche Orchesterlandschaft. Kulturförderung, Interessenorganisation und Arbeitsbedingungen seit 1900” von Martin Rempe veröffentlicht der Verein seine erste Publikation. Die wissenschaftliche Abhandlung widmet sich der Entstehung und Entwicklung der deutschen Orchesterlandschaft seit 1900 und zeigt deren historische Segmentierung in einen relativ statischen, öffentlich finanzierten und eher staatsnahen Bereich auf der einen Seite und einen freien, überwiegend privat- bzw. projektfinanzierten, eher staatsfernen Bereich auf der anderen Seite auf.

FREO beim Fachgespräch von DIE LINKE Bundestagsfraktion
2019

2019

FREO steigt intensiv in das politische Geschäft ein, führt Gespräche mit verschiedenen Mitgliedern des Deutschen Bundestags und wird zu seinem ersten Fachgespräch im Bundestag eingeladen. Der Verein wächst weiter und kann Ende des Jahres 22 Mitglieder verzeichnen. Ein neuer Vorstand wird gewählt. Er besteht aus: Tobias Rempe - Ensemble Resonanz (Vorsitzender), Alexander Hollensteiner (2. Vorsitzender) - Kammerakademie Potsdam, Andreas Bräunig - Freiburger Barockorchester und Sarah Heemann - electronic ID.

Vertreter:innen des französischen Ensemble-Netzwerks FEVIS und von FREO bei einer Online-Veranstaltung von CLASSICAL:NEXT
2020

2020

Die Corona-Pandemie trifft mit voller Wucht die fragilen Strukturen freier Ensembles und Orchester. Die Arbeit von FREO bekommt eine neue Prägung und Fokussierung, denn im Mittelpunkt steht jetzt die Begleitung und Unterstützung freier Klangkörper durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. FREO führt Online-Austauschformate ein, in denen sich die Mitglieder alle 14 Tage mit Informationen gegenseitig helfen und über aktuelle Entwicklungen austauschen können. Auch für FREO finden Veranstaltungen primär online statt - so wie beispielsweise ein Austauschformat mit dem Schwester-Netzwerk FEVIS (Frankreich) im Rahmen von CLASSICAL:NEXT.

Zum Ende des Jahres verzeichnet FREO 30 Mitglieder.

Eugen Müller (ehemals Aventis Foundation), Christian Fausch (Ensemble Modern) und Dietmar Wiesner (Ensemble Modern) im Gespräch beim FREO Kick-Off
2021

2021

Die Corona-Pandemie belastet weiterhin die Arbeit freier Klangkörper. FREO gelingt es an zentralen Stellen politische Veränderungen anzustoßen - z.B. durch die Aufnahme einer Sonderregelung für Künstler*innen in die Corona Einreiseverordnung. In der zweiten Runde von NEUSTART KULTUR gelingt es FREO gemeinsam mit dem Deutschen Musikrat ein Programm für "Freie Musikensembles" zu erstreiten. Staatsministerin Monika Grütter stellt 35 Millionen Euro zur Verfügung - daraus werden 379 freie Musikensembles gefördert. Das Programm wird von Geförderten im Nachhinein als "Überlebenschance" oder auch "Erleichterungswelle" bezeichnet.

Lena Krause im Profilbild
2021

2021

Lena Krause, Geschäftsführerin von FREO, wird auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrats im Oktober 2021 zum ersten Mal in das Präsidium des Deutschen Musikrats gewählt. Die Wahl hat etwas Besonderes, denn das neue Präsidium ist deutlich jünger und erstmals auch paritätisch besetzt. In den folgenden Jahren wird Lena Krause die Anliegen der freien Klangkörper und selbstständigen Musiker:innen im Deutschen Musikrat sichtbar machen und unter anderem die AG Faire Vergütung ins Leben rufen.

Die Solidarität untereinander ist groß. FREO vergrößert sich im Laufe des Jahres auf 36 Mitglieder.

Die Teilnehmer:innen des LABOR FREIES MUSIKTHEATER posieren für ein Gruppenbild
2022

2022

FREO organisiert seine erste eigene öffentliche Veranstaltung: Mit dem LABOR FREIES MUSIKTHEATER bringt FREO mit Unterstützung des Fonds Darstellende Künste Akteur:innen aus diesem Feld zusammen um Szenarien und Wünsche für die Zukunft der freien Musik- und Theaterszene zu entwickeln.

Der Verein wächst stetig und kommt zum Ende des Jahres auf 41 Mitglieder. Die FREO Geschäftsstelle wird um eine Mitarbeiterin in Teilzeit erweitert. Jelena Jakobi unterstützt ab jetzt als Referentin der Geschäftsführung die Arbeit von FREO. Die strukturelle Veränderung ist möglich durch eine Kooperation mit dem Deutschen Musikrat zur Evaluation von NEUSTART KULTUR.

Im Vorstand sind aktiv: Tobias Rempe, Alexander Hollensteiner, Sarah Heeman und Christian Fausch.


Menschen kommen an zur ersten Fachtagung von FREO e.V. Zum Thema Strukturförderung
2023

2023

FREO kann im Jahr 2023 das vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte Projekt PERSPEKTIVEN. Professionalisierung, Nachhaltigkeitsstrategien und Resilienz für die freie Musikszene starten. Im Rahmen des Projekts baut der Verein mit dem FREO-FORUM eine digitale Wissenplattform für freie Klangkörper und selbstständige Musiker:innen auf. Im Oktober richtet FREO seine erste Fachtagung aus. Unter dem Titel "Vom Projekt zum Prozess" diskutieren die Teilnehmenden Notwendigkeiten und Möglichkeiten von mehr Strukturförderung für freie Ensembles und Orchester.

Die Mitglieder des FREO e.V. besichtigen die Baustelle des Betriebswerk in Heidelberg
2023

2023

FREO veröffentlicht mit dem Scrollytelling LANDSCHAFTEN eine umfassende Reportage über die Geschichte freier Klangkörper. In Videos, Interviews und Ö-Tönen erzählen Vertreter:innen von freien Ensembles und Schlüsselfiguren aus Politik und Verwaltung von den Besonderheiten freier Ensembles und Orchester. Nach vielen Jahren der Online-Treffen kommt der Verein erstmalig wieder zu einer Mitgliederversammlung in Präsenz zusammen. Und FREO wächst weiter. Zum Ende des Jahres zählt der Verein 48 Mitglieder.

Teilnehmer:innen des Netzwerktreffen für freie Ensembles stehen bei einem Word-Café an Tischen.
2024

2024

Gemeinsam mit dem Musikfonds und Podium Gegenwart vom Deutschen Musikrat veranstaltet FREO zum ersten Mal ein Netzwerktreffen explizit für freie Ensembles. Unter dem Titel "The Great Learning" steht die Auseinandersetzung mit den Erfahrungen und Learnings aus der Corona-Pandemie im Fokus - zum Beispiel im Hinblick auf die Evaluation des NEUSTART KULTUR Programms für Freie Musikensembles. In einem World-Café werden gemeinsam Anliegen, Bedarfe und Lösungsansätze gebündelt, die FREO seitdem in seiner Arbeit begleiten.

Eine Deutschlandkarte mit Fähnchen, die Informationen darüber geben, wie viele freie Ensembles in den Bundesländern sind
2024

2024

Nach jahrelanger Vorbereitung und Arbeit veröffentlicht FREO die erste Grundlagenstudie über freie Ensembles und Orchester. Über 400 freie Ensembles nehmen an der Umfrage teil. Mit der Studie werden erstmals umfassende grundlegende Informationen zur Struktur, Arbeitsweise und den Herausforderungen der freien Ensemble- und Orchesterlandschaft erarbeitet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse dienen seitdem als Grundlage für den kulturpolitischen Diskurs und für die Entwicklung von Forderungen und Maßnahmen zur Stärkung der freien Klangkörperlandschaft.

Lena Krause beim ersten Treffen des Beirats der Green Culture Anlaufstelle im Bundeskanzleramt
2024

2024

FREO wird in den Beirat der Green Culture Anlaufstelle berufen. Gemeinsam mit Vertreter:innen aus Kulturverbänden, Politik, Verwaltung und Initiativen des Klimaschutzes berät das Gremium die Green Culture Anlaufstelle in der Erfüllung ihrer Aufgaben und in der Erreichung ihrer Ziele. FREO vertritt hier die Stimmen der freien Ensembles und Orchester und bringt deren Perspektive Zum Thema Nachhaltigkeit in der Freien Musikszene ein.

Der Moderator begrüßt die Teilnehmer:innen der Fachtagung
2024

2024

FREO richtet in Kooperation mit dem Bundesverband Freie Darstellende Künste seine zweite Fachtagung aus. Der Fokus liegt auf der Frage, wie die Zusammenarbeit von öffentlich getragenen Institutionen und Freier Szene verbessert werden kann. In Podiumsdiskussionen, Workshops und Vernetzungs-Runden erarbeiten die Teilnehmenden neue Ansätze und tauschen gute Beispiele aus.

FREO wächst als Verein weiter und knackt die Marke von 50 Mitgliedern.

Politiker:innen von CDU, SPD, DIE GRÜNEN und DIE LINKE diskutieren auf einer Podiumsdiskussion des FREO e.V. über die Erwartungen der freien Musikszene an den Bund
2025

2025

Im Zuge der vorgezogenen Bundestagswahl veröffentlicht FREO gemeinsam mit unisono, PRO MUSIK, Deutsche Jazzunion und VAM Berlin erstmal Forderungen an die Parteien und erstellt seine ersten Wahlprüfsteine. Damit will FREO seinen Mitgliedern sowie anderen Akteuren in der freien Musikszene Orientierung im politischen System bieten.

Bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrats im Oktober 2025 wird Lena Krause, Geschäftsführerin von FREO, erneut in das Präsidium des Deutschen Musikrats gewählt. Sie wird außerdem auf Vorschlag des Deutschen Musikrats als Vertreterin der Versicherten im Bereich Musik in den Beirat der Künsatlersozialkasse berufen.

Camille Buscot (Deutsche Jazzunion) und Lena Krause (FREO) diskutieren beim Netzwerktreffen Freie Musikszene.
2025

2025

In 2025 richtet FREO in Kooperation mit der Deutschen Jazzunion, PRO MUSIK und der Vereinigung Alte Musik Berlin das erste genreübergreifende Netzwerktreffen Freie Musikszene aus. Die 2-tägige Veranstaltung legt den Fokus auf die Bedarfe der freien Szene im Hinblick auf die Bundespolitik und bietet den Teilnehmenden neben Möglichkeiten der Vernetzung auch Angebote zur Weiterbildung in den Bereichen Familienvereinbarkeit, Honorarverhandlungen, Mentale Gesundheit, Ensemblemanagement und politischer Kommunikation.

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